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Die Frage lautet eigentlich:
Wie sehen wir unsere Welt?

Sehen wir nur das Schlechte, das Unangenehme und Belastende?
Oder sehen wir auch – und vor allem – das Gute und Schöne?

Die Medien suggerieren uns im Fernsehen, in Zeitungen und Nachrichten eine sehr problematische Welt, voll von Gefahren, Elend und Krisen. Davor dürfen wir die Augen nicht verschliessen. Aber dies ist nur ein Bruchteil des Ganzen.

Unsere Erde ist viel positiver, viel schöner und erhabener, als wir es täglich erfahren...
Deshalb müssen wir immer wieder den Blick auf die Schönheiten unserer Welt lenken. Auf das Lächeln eines Menschen, auf den blauen Himmel, Sonne, Mond und die Sterne usw.
So wie wir die Welt anschauen, erleben wir sie auch. Die Frage ist nur, mit welcher «Brille» wir schauen.

Das hier erklingende Lied «What a wonderful world» (von Louis Armstrong) kann einem viel Inspiration und Lebensfreude geben!
Achten wir also mehr auf die kleinen Schönheiten und Feinheiten des Lebens, wie sie im Lied besungen werden.




Thich Nhat Hanh spricht oft davon, dass wir in jedem Moment wählen können, in welchem Bereich wir uns aufhalten wollen. Ob wir die Hölle wählen, oder das Paradies (das Reine Land), ist tatsächlich unsere Entscheidung. Gemeint ist damit unser innerer geistiger Zustand, ganz unabhängig von den äusseren Umständen.

Achtsames Atmen unterbricht den Strom unserer Gedanken – wir kehren zu uns selber zurück. «Lächle, während du atmest und gehst, sei ganz im Hier und Jetzt. Dann kannst du den Ort, an dem du gehst, in ein Paradies, ins Reich Gottes, in ein Reines Land verwandeln.»

In diesem Sinne möchte auch unser Basler ZENtrum für seine Gäste ein Reines Land sein, ein Ort, an welchem man zur Ruhe kommen und wieder neu auftanken kann.




Von den verschiedenen Formen des Buddhismus, die nach dem Verlöschen des historischen Buddha, 480 v.Chr., entstanden, wurde das Mahayana (Großes Fahrzeug) die vorherrschende Tradition in Ost- wie auch in einigen Teilen Süostasiens. Die­ses Gebiet erstreckt sich u.a. auf die Länder China, Taiwan, Korea, Vietnam und Japan.

Mit der Zeit entstand eine Zahl von Schulen im Mahayana-Buddhismus, die den Fähigkeiten und Lebensumständen der Men­schen entsprach. Hervorzuheben wären da die Zen-Schule, die Reines-Land-Schule und die esoterischen Schulen (Tantrische Schulen). Unter diesen Schulen hat die Reines-Land-Schule die meisten Anhänger – und doch sind ihre Lehren und Methoden im Westen weitgehend unbekannt.
Gemäß ihrer öffentlichen Beliebtheit wurde die Reines-Land-Schule schnell zum Objekt der höchsten Form buddhistischer Hingabe in ganz Ostasien.

Was ist «Reines Land»?
«Reines Land» enthält die Schulen Südostasiens, welche die Aspekte des Mahayana-Buddhismus betonen, die das Vertrauen in Amitabha-Buddha, die Meditation auf ihn, die Rezitation seines Namens und das religiöse Ziel, die Geburt im Reinen Land (westliches Paradies) in den Vordergrund stellen.

Die bekannteste Praxis des Reinen Landes ist die Rezitation des Namens Amitabha-Buddhas (Namo Amitabha). Sie sollte mit äußerstem Ver­trauen und mit dem aufrichtigen Gelübde, die Geburt im Reinen Land anzustreben, ausgeführt werden.

Neben dieser populären Form des Reinen Landes finden sich gehobenere Aspekte, wo Buddha Amitabha, der Buddha des un­endliches Lichtes, mit unserer Buddha-Natur, die unendlich strahlend und ausdauernd ist, gleichgesetzt wird (Eigen­natur = Amitabha, Nur-Geist = Reines Land).

Hauptmerkmale der Reinen-Land-Schule
1) Die Lehren gründen sich auf Mitgefühl, Barmherzigkeit und auf Vertrauen in die barmherzigen Gelübde Amitabhas, alle fühlenden Wesen aufzunehmen und in sein Reines Land zu führen.


2) Es ist eine leichte Methode. Ziel ist die Geburt im «Westlichen Reinen Land» als Sprungbrett zur Buddhaschaft. Die Übung kann wo immer und wann immer, ohne spezielle Liturgie, Ausstattung oder Führung vollzogen werden.


3) Es ist ein Allheilmittel für die Krankheiten des Geistes, im Gegensatz zu anderen Methoden oder Meditationen, die nur auf spezifische Störungen abzielen (z.B. Meditation auf den verstorbenen Körper soll Lust einschränken; das Zählen des Atems soll die wandernden Gedanken kontrollieren).


4) Es ist eine freilassende Methode, die die Übenden in die Lage versetzt, sich von geheimnisvoller Methaphysik, als auch von der Abhängigkeit durch Lehrer, Gurus, Roshis oder anderen meditierenden autoritären Figuren zu befreien.

Aus diesen Gründen ist das «Reine Land» die dominierende Tradition in Ostasien seit dem 13. Jahrhundert. Das Reine Land spielt eine wichtige Rolle in der Demokratisierung des Buddhismus und im Aufstieg der Laienbewegung.
Honen Shonin (1133–1212), der Patriarch der Jodo-Schule in Japan, formulierte die Essenz der Reinen-Land-Lehren wie folgt: «Da soll es keine Unterscheidung geben, keine Rücksichtnahme auf das Geschlecht, auf Gut oder Böse, ob jemand höher- oder niedergestellt ist. Keinem soll das Reine Land versagt bleiben, nachdem er sich mit absolutem Vertrauen an Amitabha-Buddha gewandt hat.»

 
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